Donnerstag, 21. März 2013

Interview: Claudia und Nio

Heute haben wir ein Special für Euch: Ein Interview, um Euch die Hintergründe des Projektes zu zeigen und Euch die Fotografen besser vorzustellen.

Claudia (C) ist der erste Interviewgast und Frauke (F) ist die fleißige Fragenstellerin. Laßt Euch entführen und freut euch auf ein paar bisher unveröffentlichte Fotos von Nio aus seinen vergangenen Fotoshootings!

(Sorry, no English version of this interview yet. Are you interested?)



F: Hallo Claudia!
C: Hallo liebe Frauke :-)

F: Du hast uns alle zusammengebracht, hier bei Come To Life 2013. Was war Deine Motivation?
C: Ich kannte schon einige Fotos und kleine Projekte dieser Art. Besonders die Figur „Danbo“ ist ja ein häufig genutztes Model für solch niedlich inszinierter Szenen. Ich hab es immer bewundert, dass eine leblose, kleine Figur soviele Emotionen nur durch Fotos wiedergeben, ganze Geschichten erzählen und die Fantasie der Betrachter anregen kann. Dass gute Lichtsetzung und arrangierte, kreative Ideen ein Spielzeug zum Leben erwecken können und man beim Betrachten einen Charakter entstehen lassen und Gefühle entwickeln kann.

Für viele mag es auf den ersten Blick eine simple Spielerei sein, aber wer genauer hinsieht wird merken, dass das nicht nur ein spaßiger Zeitvertreib ist, sondern uns auch ordentlich fordert. Man lernt wirklich viel über Perspektive, Lichtsetzung und Bildwirkung und die Kreativität wird in sovielen Hinsichten gefördert. Wir schreiben großartige Abenteuergeschichten, bauen tiefsinnige Hintergründe in unsere Bildaussagen ein, legen vollkommen unterschiedliche Emotionen in ein und den selben, unveränderlichen Gesichtsausdruck unserer Begleiter, basteln und erfinden Dinge für die Welt unserer kleinen Freunde, geben Ihnen lebendige Eigenschaften und sind stets auf der Suche nach passenden Accessoires und Umgebungen, die unsere Ideen in Bilder verwandeln. Das alles ein ganzes Jahr durchzuhalten, ist eine große Aufgabe der wir uns stellen und wir hoffen, dass uns viele Leute begleiten und sich von uns gut unterhalten lassen.

Der Lerneffekt für unser liebstes Hobby, die Fotografie, wird natürlich umso mehr verstärkt, wenn wir Feedback und Reaktionen auf unsere Arbeiten bekommen, darum freuen wir uns immer am meisten über Kritik und Meinungen, von allen die unsere Bilder betrachten, egal aus welchem Bereich! Niemand muss sich mit Fotografie oder Bildbearbeitung oder Actionfiguren auskennen, um sich für ein Bild zu interessieren und eine Meinung zu haben. Sagt uns bitte gerade raus was ihr denkt, wir freuen uns über JEDE Reaktion.



F: Warum hast Du nicht allein eine Fotoserie von einer Figur gemacht?
C: Ich hatte schon seit einiger Zeit vor, mal ein Fotoprojekt zu starten, das mich über einen langen Zeitraum fordert und mich vor diesen Zeiten bewahrt, in denen man nicht voran kommt und in kreativen Löchern zu stecken scheint. Ich hab das einem Freund - Heinrich - erzählt, der einen Danbo besitzt und ihn gefragt ob er nicht Lust hätte, sich zu beteiligen. Als dessen Begeisterung mich noch mehr anspornte dachte ich – hey, wenn wir schon zu zweit so viel Freude daran haben, warum nicht noch mehr Leute fragen, die das Hobby Fotografie teilen und  deren Gesellschaft und Arbeiten ich immer sehr geschätzt habe. Ich habe sorgsam einen kleinen Kreis von 6 weiteren Leuten ausgesucht und gehofft, dass sich noch ein oder zwei anschließen – tatsächlich waren ALLE so davon begeistert, dass sie, bis auf eine Person die aus Zeitgründen nicht mitmachen konnte, sofort zugesagt haben!


Die Ideen sprudelten nur so aus uns heraus, alle waren hochmotiviert und wir haben uns gegenseitig richtig hochgeschaukelt in der Vorfreude. Dann hat sich jeder von uns für eine passende Figur entschieden und wir planten das Projekt gemeinsam bis ins Detail. Das Auftreten in der Öffentlichkeit mit dem Blog, Facebook und anderen Portalen, die rechtlichen Seiten, die Regeln und die Zeitplanung, alles wurde gemeinsam erarbeitet und jeder von uns konnte sich spitzenmäßig einbringen. Das Team ist großartig, wir wachsen immer mehr zusammen und unterstützen und ergänzen uns gegenseitig wirklich toll. Ich hätte es mir nicht besser wünschen können!


F: Wie hast Du Deine Figur ausgewählt?
C: Nio ist im Original der Hauptdarsteller des Filmes #9 von Tim Burton. Ich mag Tim Burtons Werke sehr und dieser starke Animationsfilm ist wirklich wunderbar insziniert. Der Charakter war mir damals schon sehr sympathisch und das Aussehen ist eine gelungene Mischung aus Fantasie und Realismus. Ich konnte ihn mir gut in der echten Welt vorstellen und die Figur hat ein relativ neutrales aber freundliches Gesicht, so dass sich durch Kopfstellung und Perspektive sehr viel an seinem Ausdruck ändern lässt. Von neugierig fragend über nachdenklich träumerisch bis hin zu traurig, aber auch fröhlich motiviert ist vieles möglich.

F: Wie hast Du den Namen Deiner Figur gefunden?
C: Nach eeeeeeeeewig langem hin und her, habe ich mich entschieden seinen Namen „Nine“ nicht zu weit abzuändern – immerhin trägt er diese Ziffer (welche übrigens auch meine Lieblingszahl ist) auch auf dem Rücken. Nio heißt neun auf schwedisch.


F: 52 Wochen können lang werden. Hast Du schon genügend Ideen für alle Themen?
C: Ich habe von Beginn an Ideen gesammelt und aufgeschrieben – nicht alle davon werde ich umsetzen und es kommen jede Woche neue hinzu. Man findet immer wieder Dinge oder Orte, die einen dazu inspirieren eine Szene umzusetzen. Allein die verschiedenen Jahreszeiten, das Wetter und Feierlichkeiten nehmen einem oft die Entscheidung ab, denn wir haben ja auch ein paar gemeinsame Themenwochen wie es beispielsweise der Valentinstag oder Fasching waren. Außerdem wird bei uns 7 uns ja auch fast täglich gemeinsames Brainstorming betrieben wenn jemand mal Hilfe bei der Ideenfindung braucht!

 


F: Von den bisherigen Bildern, die Du bei CTL 2013 eingestellt hast - welches ist Dein Lieblingsbild?
C: Mein Lieblingsbild ist bisher immernoch eins der einfachsten – das aus Woche 4 wo Nio ein Kabel in ein Mischpult steckt. Das Licht kommt von einer kleinen Kerze und es entstand im Proberaum der Band meines Freundes, als ich mich neben dem Zuhören ein wenig allein mit der Kamera beschäftigte. Kein großes Zubehör, kein großer Aufwand, aber es wirkt so schön real und stimmig, dass es einfach das rüberbringt, was ich bisher in vielen anderen Fotos nicht geschafft habe.


F: Was ist Dein Konzept für Nio? Nach welchem System entscheidest Du Deine Bildthemen?
C: Ich habe kein festes Konzept – Nio lebt nicht in einer eigenen, kleinen Welt, aber auch nicht immer in unserer realen, großen Welt. Er begleitet mich oft, aber manchmal begleite ich auch nur ihn. Er ist meist ein netter Kerl, die Bilder sind eigentlich immer recht freundlich – aber ganz unterschiedlich im Chaos-Faktor, weil ich es manchmal etwas übertreibe und zuviel in ein Foto packen möchte. Farben sind mir sehr wichtig, es wird wenig bis gar keine monochromen Fotos von mir in dem Projekt geben – aber wer weiß was die Zeit noch bringt! Nio ist ja auch relativ wandelbar durch die Möglichkeit seine Arme zu biegen und den Kopf zu drehen, er musste deshalb aber auch schon ganz schön leiden... Sekundenkleber hilft!

 

F: Verrätst Du uns irgendetwas über eines deiner nächsten Bilder oder Vorhaben?
C: Schon lange geplant ist eine Szene in der Nio mal der Band nacheifern darf und mit seiner eigenen kleinen Gitarre die Bühne rockt. Das Zubehör dafür ist schon lange gebaut, aber die Umsetzung habe ich noch nicht zufriedenstellend hinbekommen. Auch freue ich mich auf den Frühling, wenn endlich alles wieder grün draußen ist, denn Nio soll im Laufe des Jahres noch einen kleinen Gefährten bekommen, den er draußen in der Natur kennenlernt, wie ich vorherzusehen glaube... ihr dürft gespannt sein :-)

F: Ganz lieben Dank, dass Du uns Rede und Antwort gestanden hast und einen Blick hinter die Kulissen erlaubst. Wir sind gespannt, was noch kommt!
C: Sehr gerne, Danke dir für die tollen Fragen! Lieben Gruß auch von Nio und Danke auch an alle unsere Fans und Beobachter, wir freuen uns sehr, euch unterhalten zu dürfen!
Alles Liebe für euch - bleibt kreativ - Eure Claudia / Cassigrafie




Natürlich werden wir noch viel mehr Interviews präsentieren. Seid gespannt und bleibt am Ball!

1 Kommentar:

  1. Eine schöne Idee, die Motive und kreativen Gedanken der Fotografen einmal losgelöst von den wöchentlichen Bildern vorzustellen. Ich finde es eine gute Ergänzung zum Projekt.

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